Impuls
Sommerzeit – Segenszeit!
Eine Eisfirma war es, die einst mit dem Motto „so schmeckt der Sommer“ warb. Wie schmeckt der Sommer denn für Sie? Für mich gehört natürlich Eis mit dazu, ebenso Kirschen, Himbeeren und Pfirsiche genauso wie Tomaten mit Kräutern und Käse, Baguette und Gegrilltem.
Über das Grillen hätte man sicher auch eine erste Antwort darauf, wie der Sommer denn riecht. Dazu kommt der erdige, frische Geruch der entsteht, wenn Regen auf trockenen Boden fällt, der schwere und süße Geruch der Linden, der über Wochen die Luft erfüllt, vielleicht noch Sonnencreme.
Für die Ohren hat der Sommer das Zirpen der Grillen und das Brummen der Insekten, das Zwitschern der Vögel und das Quaken der Frösche zu bieten, vermischt mit dem Rasenmäher des Nachbarn und je nach Urlaubsort das Rauschen des Windes in den Bäumen oder das Brausen der Wellen.
Der Wind, der die Haut streift, lässt uns die Wärme spüren. Die Tage sind länger und das Licht für unsere Augen heller. Die Felder und Früchte werden reif, in manchen Weinbergen beginnen die Trauben rot zu blitzen.
Ich freue mich, wenn ich im Gottesdienst den Wettersegen höre, der für mich all das aufgreift und bewusst macht, Gott ist es, von dem wir alles empfangen. Wie viel leichter stellt sich in dieser Zeit das Gefühl tiefer Verbundenheit mit Gottes Schöpfung ein, für das man in Zeiten der Hektik gelegentlich etwas länger braucht. Dankbarkeit für das, was ich erleben darf erfüllt mich, für die Menschen, die mir begegnen, dafür, dass ich tief in mir das Vertrauen tragen darf, ich bin begleitet und behütet an jedem Ort dieser Welt.
Möge dieses Gefühl uns alle begleiten, ob wir daheimbleiben oder aufbrechen in die Ferien, ob wir eine kleine Pause einlegen oder ob Veränderungen anstehen und sich Türen auftun. Das ist mein Wunsch für Sie.
Darum möchte ich Ihnen für diese Tage einen Reisesegen mitgeben, egal ob für Ihre nächste Ferienreise oder Ihre Lebensreise.
Denn all unser Tun und Ruhn - und dessen bin ich gewiss - steht unter Gottes Segen! Bleiben Sie behütet!
Ihre Katrin Ziebarth-Hofmann,
Pastoralreferentin